Fingerring aus Sterlingsilber des Hopi-Künstlers Riley Polyquaptewa, gearbeitet in der für die Hopi typischen Overlay-Technik. Die viereckige Platte zeigt eine Bärentatze mit Ballen und Krallen. Links und rechts davon verlaufen je sechs senkrechte Linien, die als Richtungslinien gelesen werden und auf die Himmelsrichtungen Bezug nehmen.
Beim Overlay werden zwei Silberbleche verwendet. Aus dem oberen Blech wird das Motiv mit einer feinen Säge ausgeschnitten, danach wird es auf das untere Blech gelötet. Der Untergrund, der in den ausgesägten Flächen sichtbar bleibt, wird strukturiert und geschwärzt (oxidiert), sodass sich das polierte Motiv deutlich abhebt. Die Technik wurde in den 1930er und 1940er Jahren entwickelt und nach dem Zweiten Weltkrieg in Kursen für heimgekehrte Hopi-Soldaten weitergegeben; seither gilt sie als Kennzeichen des Hopi-Silberschmucks.
Die Bärentatze ist eines der häufigsten Motive im Hopi-Schmuck. Sie wird mit dem Bärenklan in Verbindung gebracht und steht allgemein für Stärke und Schutz.
Ringgrösse: 7,5
Innendurchmesser: 1,5 cm
Platte: 2 × 2,2 cm
Material: Sterlingsilber


