Diese Halskette stammt von Franklin Yazzie, einem Künstler der Navajo (Diné). Sie verbindet zwei Materialien, die im Schmuck des amerikanischen Südwestens seit langem miteinander kombiniert werden: Türkis und rote Koralle.
Die Türkise sind als flache, unregelmässige Scheiben geschnitten und an den Kanten abgerundet. Ihre Form folgt weitgehend dem Rohstein, weshalb keine Scheibe der anderen gleicht. Meist sind sie paarweise aufgereiht, sodass sie sich leicht überlappen und der Kette Volumen geben. Die Farbe reicht von Olivgrün über Grün bis zu einem kräftigen Blaugrün. Viele Steine zeigen braune Matrix, also Einschlüsse des Muttergesteins, in Form von Flecken, Adern oder feinem Netzwerk. Diese Zeichnung ist ein natürliches Merkmal des Türkises und macht jeden Stein unverwechselbar.
Zwischen den Türkispaaren sitzen längliche, fassförmige Perlen aus roter Koralle. Koralle gelangte über den spanischen Kolonialhandel und später über Händler aus dem Mittelmeerraum in den Südwesten und gehört seither neben Türkis und Muschel zu den wichtigsten Materialien des Navajo- und Pueblo-Schmucks. Die Oberfläche der Fässchen ist matt und zeigt die natürliche, leicht poröse Struktur des Materials.
An beiden Enden schliessen Cones aus Sterlingsilber die Kette ab. Diese kegelförmigen Endkappen sind ein traditionelles Element der Navajo-Perlenketten: Sie verdecken die Fadenenden und schaffen einen ruhigen Übergang zwischen den grossen Steinen und dem schmalen Verschluss. Über ein silbernes Kügelchen folgt der von Hand geformte Hakenverschluss, ebenfalls aus Sterlingsilber.
Mit 48 cm Länge liegt die Kette im Bereich des Schlüsselbeins. Durch die Grösse der Türkisscheiben von bis zu 2,2 cm ist sie ein deutlich sichtbares Schmuckstück, das für sich allein getragen wird.
