Über die Flöten der Indianer

Flöten werden zusammen mit Pfeifen, Trommeln, Rasseln und der menschlichen Stimme seit Urzeiten auf der ganzen Erde für das Musikmachen gebraucht.
Die ersten Zeugnisse für den Gebrauch von Flöten in Nordamerika sind Felszeichnungen der Anasazi im Südwesten, die etwa 2500 Jahre alt sind. Berühmt sind die Kokopelli-Darstellungen. Diese Figur wird immer mit einer Art Buckel gezeichnet, womit wahrscheinlich ein Sack gemeint ist, in dem er Samen oder Früchte bringt.
Die Flöten in Lakota-Stil, wie sie hier angeboten werden, benutzen einen festen Block (“bird”), um die Luft über ein tonerzeugendes Loch zu leiten. Diese Instrumente werden meist aus Zedernholz gemacht, es wird aber auch Flussschilf und Bambus verwendet.
Es gibt sehr einfache Flöten ohne Fingerloch; mehr als sieben Löcher sind selten. Die meisten Instrumente haben fünf oder sechs.
Traditionell machte jeder Spieler seine Flöte selber, wobei er sich an Formen und Masse hielt, die in seiner Familie überliefert wurden. In alten Flöten sind deshalb häufig Masse zu finden, die sich nach den Fingerabständen und der Armlänge des Künstlers richteten.
Die Flöten der Indianer halten sich in der Regeln an ein Fünfton-System, das sich vom europäischen chromatischen System stark unterscheidet und sehr warme und schöne Melodien erlaubt.