web analytics

Hopi Silberschmuck

Die Hopi sind ein Pueblo-Volk im nordöstlichen Arizona, dessen Dörfer auf den drei Mesas oberhalb der Wüstenebene liegen. Einige dieser Siedlungen, allen voran Oraibi, gehören zu den ältesten kontinuierlich bewohnten Orten Nordamerikas. Die Hopi-Kultur ist tief in einer eigenständigen religiösen und zeremoniellen Tradition verankert, deren Symbolik sich auch im Schmuck wiederfindet.
Die Hopi-Silberschmiedekunst ist im Vergleich zu jener der Navajo und Zuni jüngeren Datums. Erste Hopi-Silberschmiede arbeiteten Ende des 19. Jahrhunderts noch weitgehend im Stil der Navajo, von denen sie das Handwerk übernommen hatten. Eine eigenständige Hopi-Bildsprache entstand erst in den 1930er- und 1940er-Jahren, als das Museum of Northern Arizona in Flagstaff zusammen mit Hopi-Künstlern nach einem unverwechselbaren Stil suchte. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde im Rahmen eines Ausbildungsprogramms für heimkehrende Hopi-Veteranen, der Hopi Silvercraft Cooperative Guild, eine Technik systematisch entwickelt und gelehrt, die seither als Markenzeichen des Hopi-Silberschmucks gilt: die Overlay-Technik.
Bei der Overlay-Technik werden zwei Silberplatten übereinander verlötet. Aus der oberen Platte wird zuvor ein Motiv ausgesägt. Der freigelegte Untergrund wird oxidiert und geschwärzt, häufig zusätzlich mit feinen Linien strukturiert, sodass das ausgesägte Motiv dunkel im Hintergrund erscheint, während die polierte Oberfläche hell hervortritt. Der Kontrast zwischen glänzendem Silber und mattschwarzem Grund ist das prägende ästhetische Merkmal dieser Arbeiten.
Die Motive sind dem zeremoniellen und alltäglichen Leben der Hopi entnommen. Häufig erscheinen stilisierte Wolken, Regen, Mais, Wasserwellen, Vögel, Bärentatzen, Eidechsen sowie Darstellungen aus dem Kreis der Katsinam. Auch geometrische Muster aus der Töpferei und Korbflechterei der Hopi finden sich in den Silberarbeiten wieder. Edelsteine kommen, anders als bei Navajo- und Zuni-Schmuck, traditionell kaum zum Einsatz; die Wirkung beruht ganz auf der Zeichnung des ausgesägten Motivs und dem Spiel von Licht und Schatten.
Die im Shop angebotenen Stücke stammen jeweils direkt von den Künstlerinnen und Künstlern oder aus deren unmittelbarem Umfeld und sind mit Punze und Stammeszugehörigkeit gekennzeichnet.

1–12 von 33 Ergebnissen werden angezeigt

Die Hopi sind ein Pueblo-Volk im nordöstlichen Arizona, dessen Dörfer auf den drei Mesas oberhalb der Wüstenebene liegen. Einige dieser Siedlungen, allen voran Oraibi, gehören zu den ältesten kontinuierlich bewohnten Orten Nordamerikas. Die Hopi-Kultur ist tief in einer eigenständigen religiösen und zeremoniellen Tradition verankert, deren Symbolik sich auch im Schmuck wiederfindet.
Die Hopi-Silberschmiedekunst ist im Vergleich zu jener der Navajo und Zuni jüngeren Datums. Erste Hopi-Silberschmiede arbeiteten Ende des 19. Jahrhunderts noch weitgehend im Stil der Navajo, von denen sie das Handwerk übernommen hatten. Eine eigenständige Hopi-Bildsprache entstand erst in den 1930er- und 1940er-Jahren, als das Museum of Northern Arizona in Flagstaff zusammen mit Hopi-Künstlern nach einem unverwechselbaren Stil suchte. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde im Rahmen eines Ausbildungsprogramms für heimkehrende Hopi-Veteranen, der Hopi Silvercraft Cooperative Guild, eine Technik systematisch entwickelt und gelehrt, die seither als Markenzeichen des Hopi-Silberschmucks gilt: die Overlay-Technik.
Bei der Overlay-Technik werden zwei Silberplatten übereinander verlötet. Aus der oberen Platte wird zuvor ein Motiv ausgesägt. Der freigelegte Untergrund wird oxidiert und geschwärzt, häufig zusätzlich mit feinen Linien strukturiert, sodass das ausgesägte Motiv dunkel im Hintergrund erscheint, während die polierte Oberfläche hell hervortritt. Der Kontrast zwischen glänzendem Silber und mattschwarzem Grund ist das prägende ästhetische Merkmal dieser Arbeiten.
Die Motive sind dem zeremoniellen und alltäglichen Leben der Hopi entnommen. Häufig erscheinen stilisierte Wolken, Regen, Mais, Wasserwellen, Vögel, Bärentatzen, Eidechsen sowie Darstellungen aus dem Kreis der Katsinam. Auch geometrische Muster aus der Töpferei und Korbflechterei der Hopi finden sich in den Silberarbeiten wieder. Edelsteine kommen, anders als bei Navajo- und Zuni-Schmuck, traditionell kaum zum Einsatz; die Wirkung beruht ganz auf der Zeichnung des ausgesägten Motivs und dem Spiel von Licht und Schatten.
Die im Shop angebotenen Stücke stammen jeweils direkt von den Künstlerinnen und Künstlern oder aus deren unmittelbarem Umfeld und sind mit Punze und Stammeszugehörigkeit gekennzeichnet.

Warenkorb
Translate »